Du Wundervolle. Du legst deinen Kopf in den Nacken und schüttelst, schüttelst deinen Kopf während die Augen in den Himmel blicken. Wenn wir es dir nachmachen, freust du dich so sehr. Du krabbelst zu mir und legst deinen Kopf in meinen Schoß und lässt dich einfach fallen und genießt.

Heute morgen, beim Aufwachen und gemütlich im Bett kuscheln kamst du auf mich gekrabbelt, nahmst deinen Finger und hast an meiner Unterlippe geschnalzt. Ganz sachte, ruhig und konzentriert und so beim zehnten Mal hast du auf einmal ganz fröhlich und zufrieden gegiggelt. Einfach so und dann hast du weiter gemacht und ich konnte dir  in deine konzentrierten blauen Augen blicken. Ganz nah und ganz fokussiert warst du.

Manchmal aus dem Nichts, beim Spielen, fängst du an, ganz leise und in so sanften Tönen vor dich hin zu reden oder fast schon zu singen in deiner dir eigenen Sprache, so dass ich gar keine Worte bräuchte auf der Welt, wenn nur jeder in der Lage wäre, diese Töne noch so rein und so aus der Seele kommend zu benutzen. Du kannst noch nicht Laufen, kennst noch kein Wort, aber kommst zu mir und teilst deinen Keks. Und strahlst wenn ich ihn anknabber und dir zurück gebe.

Ich bin so voll, voll von dir und deinem reinen und schönen und so fröhlichen Wesen. Wie gefallen mir die schnulzigsten Wörter, wenn ich sie für dich verwende, verfliegt all der Kitsch.

Und dann kommt meine Sorge, ich weiß wie intensiv ich all das bei meinem ersten Sohn erlebt habe, ich weiß, es gab so viele Kleinigkeiten, so viele für mich damals unvergessliche Momente. Und dann, kam die Zeit, kamen die Jahre, kamen die neuen Freuden und auch Sorgen und schon ist so vieles vergessen. Wie kann das sein, wie kann ich diese so wertvollen Momente nicht speichern, nicht konservieren?

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