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Ich muss immer noch über mich lachen.
Gestern habe ich ein Lätzchen für meine Tochter genäht, die Vorderseite aus einem alten Bettbezug, die Rückseite aus einem alten T-Shirt und das Schrägband hab ich selber aus alten Filzresten gebügelt.

 Während ich das ganze genäht habe, musste ich immer wieder meinen nicht sehr stark ausgeprägten aber doch vorhandenen perfektionistischen Teil ausblenden, der mir sagen wollte, dass das Ganze nichts ist. Stetig nervte dieser Teil von mir und wollte mir schon fast das ganze Projekt versauen. Aber keine Sorge, bei einem Lätzchen rufe ich jetzt keine Krise aus, daher habe ich innerlich lächelnd einfach die Parole: „Es lebe der Dilettantismus“ ausgerufen und mich mit der ein wenig unperfekten Näharbeit mehr als versöhnt. Eigentlich mag ich es ja sogar, wenn’s nicht immer so geschleckt ist.

Und dann, abends, Besuch ist auch noch da, zeige ich das ganze her und beide Betrachter meinten: Wow, das sieht ganz schön professionell aus!

So kann’s gehen! :-)

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