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Nicht ganz so prächtig wie in der Natur, aber in der großen Kinderfaschingsparade hoffentlich immer noch ein Paradiesvogel!
Für meine Kleine zweijährige habe ich heute in ca. 1 Stunde (zzgl. Vorbereitungszeit von ca 0,5h) einen Pfauenrock genäht.
Die Idee dazu kam über Pinterest, wer das Original sehen will oder mir auch folgen will bitte hier entlang.

Ich bin persönlich ein großer Fan von selber genähten oder gebastelten Faschingskostümen. Mein Sohn ging schon als Zauberer, Astrix, Gespenst, Zombie, Ritter und schwarz-gepanzerter Superheld, alles ohne fertige Kostüme zu kaufen.
Und nun, nachdem meine Tochter in der Krippe ist, muss für sie auch ein kleines Kostüm her.
In München wird der Fasching ja immer gar nicht so exzessiv gefeiert, ich habe eh das Gefühl hier ist das vorranging für alle Kinder ein großer Spaß.

Das Ganze lief relativ simpel. Ich habe drei Farben Tüll bestellt, kostete inkl. Versand knapp zehn Euro. Dann noch Bastelfilz für zwei Euro und Filz und Stoffreste sowie den Rest eines Gummibandes aus meinem Fundus. Ales erstes habe ich die Pfauenaugen zugeschnitten und einzeln, Schicht für Schicht vernäht. Da kann man sich sicher auch echt Zeit sparen und einfach alle Schichten auf einmal vernähen. Das schöne war, dass meine Tochter meistens ganz zufrieden auf meinem Schoß saß und echt aufmerksam verfolgt hat, wass da gerade passiert. Ihr eigenes Stoffstückchen hat sie dann auch gleich mal vernähen wollen und hat meine Prozesse einfach noch mal nachgespielt. Hach, da ging mir echt das Herz auf vor lauter kitschigem Elternstolz ;-)

So, jetzt aber wieder zurück zum Nähen! Also, ich habe sechs Pfauenaugen gemacht. 
Dann an der Beinaußenseite meiner Tochter nachgemessen, wie lange der Rock werden soll. Bei meinem kleinen laufenden Meter reichten 24cm. Also dann Tüll zugeschnitten, den hell- und dunkelblauen habe ich jeweils doppelt gelegt, den quietschgrünen nur einfach.
 
Dann habe ich das Gummiband abgemessen und zugeschnitten. Nur: der Tüll ist ja viel breiter als das Gummiband, das um die Taille meiner Tochter passt: Also Falten in den Tüll gelegt und an das Gummiband mit Stecknadeln anheften. 
In dem Vorlagenbild wurden glaube ich auch einfach nur Tüllstreifen ganz kruschtelig an das Gummiband genäht, in verschiedene Längen und Breiten. Das gibt natürlich auch echt eine tollen Effekt, das nächste mal bin ich dann auch schlauer ;-)

Den Tüll habe ich einfach auf das breite Gummiband genäht, ich habe kein klassisches Bündchen genäht, für ein Faschingskostüm reicht das finde ich vollkommen von der Optik. Dann wenn ich den Rock zum Kreis schließe das Gummiband einfach ein paar Zentimeter überlappen lassen.
Und dann habe ich einmal rundherum mit breitem Zickzackstich und dann noch einmal mit Geradstich das ganze vernäht. Vorne habe ich  offen belassen, denn der Pfau trägt seinen Schmuck und seine Federn ja auch am Hintern :-) Und so war es nochmal einfacher, der Tüll muss dann ja nur schnurgerade abgeschnitten werden.
So und dann war der Rock schon fertig, Laila hat ihn direkt anprobiert und ihr gefiel er sehr gut! Pfau hat sie in einer Tour gerufen und sich gefreut. So muss das, oder? Die Anprobefotos sind natürlich noch nicht perfekt, am Montag zieht sie eine blaue Strumpfhose und einen grünen oder blauen Pullover an, mal sehen. Wem das nicht reicht, der kann sich ja auch ganz simpel noch einen Kopfschmuck basteln, Haarreif und etwas Draht mit eine kleinen Kugel oder Puscheln obendrauf, schon hat man auch den typischen Kopfschmuck.

  




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