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Situationen, Stimmungen, Wohlfühlen


Liebes BlogF Team, gerne nehme ich an euer Blogparade teil, hier meine Gedanken zu Thema Komfort Zone aka Wohlfühloase.


Meine Haut, mein Schutz, mein äußeres Kraftfeld ist zur Zeit bröckelig, hat die Konsistenz einer Milchhaut, wackelig, dünn und leicht zu zerreißen.

Mein Unmut über meine beruflichen Teilzeitperspektiven, das Auseinanderreißen unseres Patchworkkonstrukts durch die Inhaftierung des Vaters und die Veränderung meiner finanziellen Situation führt dazu, dass ich mich schon im Vorfeld gedanklich damit belaste, mir auszumalen und auszudenken, ob ich diese Zeit souverän meistern werde, ohne erst einmal abzuwarten, welche Kraft mir innewohnt.

Aber ich bin eine Meisterin im Prä-situativen-brainfuck, daher kommt mir die Reflektion über meine Komfort Zone gerade recht, denn hierin will ich eigentlich auch im gesamten Leben meinen Fokus richten. Denn die Frage lautet:
Wo fühlt sich alles gut und richtig an? Wo verweilt ihr gern und warum? Bei welchen Aufgaben und Tätigkeiten fühlt ihr euch am wohlsten? Mit welchen Menschen könnt ihr euch komplett fallenlassen?

Stress verursacht Krankheit, nicht nur in mir sondern auch in meinen Kindern, daher arbeite ich stetig daran, meine Situation zu genießen und die wirklich definitiv überwiegenden positiven Seiten meines Leben zu sehen.

Im Negativen denke ich oft in großen Dimensionen, siehe meinen Einleitung.

Meine Kraft schöpfe ich jedoch aus den klitzeligen Kleinigkeiten in meinem Leben, die mich mit so viel unfassabrer,, undimensionierbarer Energie erfüllen, denn die Kraft die dann durch mich fließt ist reine Liebe.


Mein Zuhause: nein, keine reine Wohlfühloase. Auch da habe ich oft Stress, Druck, ein ungeputztes Bad, einen leeren Kühlschrank oder einfach nur vollgesogene Zecken, die von unserem Kater herunter plumpsen. Also alles Dinge, die ich in einer Konfort Zone nicht haben will.


Damit scheiden auch dort alle Orte und Räumlichkeiten aus, denn selbst an meinen Lieblingsplätzen, der Bank am Esstisch, auf dem Fußboden im Wohnzimmer, mit dem Rücken an die sonnenbeschienene Fensterscheibe kann es immer diese kurzen alltäglichen Brüche geben.


Ich will mir gerade die Frage so streng und so engstirnig beantworten, da ich meine Antwort ja schon im Kopf habe und ich gerade merke, dass die ganzen in den Alltag eingebauten Pausenmomente mir eigentlich gar keine wirkliche Kraft geben: die Kaffeepause zwischendurch (früher in Verbindung mit der Raucherpause), Schlafen, Lesen, die „Zeit für mich allein“. Ja, da sind alles gute Momente, ich kann mich wieder ins Lot bringen, wenn meine Gedanken rasen, ich kann in jeder dieser Pausen auch eine Verschnaufpause als *Mama, *Mitarbeiterin, *Freundin, *Ehefrau, *Nachbarin, …. nehmen und ohne sie ginge nichts.


Aber der große, der mir alles gebende, meinen Körper durchfahrende und universelle Moment findet doch wann anders statt.

Er kann winzig im Punkt sein oder flächig massenhaft Nerven berührend, er findet dann statt, wenn ich meine Lieben berühre und von ihnen in Liebe berührt werde.

Wenn mein Sohn mir zwischendurch, unvermittelt eine Kuss aufdrückt.

Wenn meine Tochter ihre Arme um mich schlingt und ganz nah an meinem Ohr sagt „lieb“

Wenn meine Liebe mich berührt, wenn ich mich in sein Kraftfeld legen kann und er sich in meins.


Dann schöpfe ich Kraft, dann durchströmt mich ein Wohlfühlen, dass kichert, bei der Nichtichkeit der Worte, mit der ich versuche, es zu beschreiben.


Gerade bin ich aber in Hamburg, physisch entfernt von meinen Kraftpunkten, aber geistig, telepathisch und liebend verbunden kann ich auch hier, am anderen Ende Deutschlands noch Kraft schöpfen und durch mich fließen lassen.
Kein Spa der Erde, keine Kuscheldecke und Kuschelecke, kein Berggipfel kann mir diese innige Weite schenken, ich danke meinem Leben dafür und gewinne dadurch die Kraft, die negativen Nichtigkeiten immer weiter zu reduzieren, bis sie mein Leben nicht mehr bestimmen sondern nur ab und an begleiten.


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