Alles wird so erdrücken normal.
Eine ekelhaft normale Ehe mit ekelhaft normalen Problemen. Socken Fußboden, Geschirr Spülmaschine, Sex Einschlafen.

Eine ekelhaft erdrückende Arbeit. Montag Aufstehen. Dienstag Aufstehen. Mittwoch Aufstehen. Donnerstag Aufstehen. Freitag Aufstehen. Arbeit radeln, Rechner an. Tag für Tag. Tippen, Ablegen, Denken für Andere. Heimfahren, müde sein.

Ekelhaft normale Probleme mit den Kindern. Ekelhaft normale Diskussionen mit dem Sohn, der in die Pubertät rutscht. Alles so ekelhaft normal, dass es in jedem ekelhaft normalen Erziehungsratgeber stehen könnte.

Alles normal, nichts anders. Mein Lachen darüber ist ekelhaft normal, das blasierte Spießerlachen der Gesellschaft über sich selbst, das im falschen Grinsen den Status quo zementiert.

Ein ekelhaft normaler Rant, wie er auf abertausenden ekelhaft normalen Blogs von anderen Frauen und Müttern zu lesen ist. Ein so ekelhafter Status in der so ekelhaften Gesellschaft, die jederzeit so ekelhaft propagiert so ekelhaft perfekt zu sein.