Gerade habe ich Laury Pennys Fleischmarkt gelesen, mein top Geburtstagsgeschenk dieses Jahr.

Was jedoch schon lange in mir brodelt ist das Thema Kosmetik Werbung, Marketing-Körperdruck. Also, das Bild, dass Medien (TV, Print, Display, Film, Populärkultur…) uns als Idealbild eines der beide Geschlechter vermittelt. Rückblickend, seit Wirtschaftswunder und immer mehr ansteigendem Werbedruck, rücken ja nun schon eine ganze Weile auch Männer in die Fokusgruppe des Marketingtreibenden. Auch sie werden in den nächsten Jahren merken, welche elendige Scheißdruck da manchmal auf einem lastet, wenn nonstop auf allen Kanälen propagiert wird, wie man zu sein hat, als Mann, als echter Mann, als rebellischer Mann, als sensibler Mann, als verliebter Mann, als Ehe-Mann, als durstiger Mann oder wie man zu sein hat, wenn man nicht so sein will, wie man zu sein hat. Wenn auch die Anti-Nische marketingmäßig ausgeschlachtet wird um noch irgendwie Aufmerksamkeit und Spannung zu erzeugen. Und wie man irgendwie dazwischen versucht, eine Lücke zu finden, in die der nicht optimierte, junge oder älter werdende Körper, hineinpasst.
Warum können wir diesen Scheiß nicht für alle Geschlechter und alle Menschen bleiben lassen? Wozu stereotype Klischees weiter produzieren, wenn wir doch unfassbar facettenreiche Lebewesen sind?